Theaterbesuch und Rezension: „Die Physiker“

Am 09.02.26 besuchte ich mit meiner Stufe gemeinsam das Theaterstück „Die Physiker“ im Horizont-Theater in Köln. Das Theater selbst ist klein und fein. Es ist etwas gruselig runterzugehen, aber dadurch, dass es nicht auf einer geraden Bühne und eher wie in einem offenen Raum gespielt wird, wirkt es viel verbundener mit dem Publikum.

Die Rollen, die von den SchauspielerInnen übernommen wurden, passten gut zu den Charakteren des Dramas, auch wenn es schade ist, dass manche Nebencharaktere nicht gespielt wurden. Auch fand ich persönlich gut, wie der visuelle Fokus auf die „Verrücktheit“ der Figuren sowie auf die Irrenanstalt gelegt wurde. Zum Beispiel wurden sowohl durch die expressive Mimik als auch extreme Gestik der SchauspielerInnen die Rollen innerhalb der Szene gut dargestellt.

Die Toneffekte z.B. von Geigenspiel waren okay. Sie kamen manchmal plötzlich, wodurch sich viele ZuschauerInnen im Publikum erschreckt haben.

Leider haben sich die SchauspielerInnen visuell nicht verändert, während sie andere Charaktere übernommen haben, was etwas schade war. Obwohl die SchauspielerInnen hinter den Kulissen waren, haben sie sich kein kleines bisschen verändert, wodurch die Nebenrollen etwas schlechter unterschieden werden konnten.

Im Ganzen wurde das Drama von Dürrenmatt gut verkörpert und man konnte dem Stück gut folgen. Auch gab es viele Zitate aus Dürrenmatts Werk, wodurch man besser verstand, welcher Akt gespielt wird.

Dadurch, dass die Bühne, wie am Anfang erwähnt, räumlich tiefer lag und drum herum das Publikum saß, hatten alle Personen einen anderen Winkel auf das Stück. Ich selber finde, dass dies interessant ist, da man das Stück und die SchauspielerInnen nicht nur von vorne, sondern auch von der Seite oder von hinten sieht. Mit seinen 80 Minuten war das Stück nicht zu lange, aber auch nicht zu kurz, was es angenehmer machte, da man auf engstem Raum mit (womöglich vielen) Leuten zusammensitzt.

Das Theaterstück kann ich für weitere Klassen oder Stufen empfehlen, da man noch mal eine Darstellung von der Vorlage vor die Augen bekommt. Was auch im Nachhinein beim Analysieren oder Interpretieren bestimmter Szenen helfen kann, da die Darstellung nah am Original lag.

Djamila, EF